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Hans Bogler 2016-10-30T08:04:26+00:00
Hans Bogler - Der Eisenmann

Hans Bogler

Der Eisenmann, 1938
Grauguss, patiniert

Verwaltungsgebäude der Saarstahl AG, Haupteingang,
Völklingen

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Der Mann, der heiße Eisen anfasst, wird in Völklingen Der Eisenmann genannt. Tatsächlich besteht er auch aus Eisen mit einer lebensechten Größe von 193 cm. Er wurde als Hommage an die vielen Männer geschaffen, die ihren Körper ein Leben lang viel zu harten Strapazen aussetzen mussten. Den meisten Menschen in Völklingen sind nicht nur die Tätigkeiten dieser Männer bekannt, sondern auch deren Schicksale. Die Zange, die er in der Linken neben seinem Körper hält, ist ein Attribut und deutet darauf hin, dass er in der Walzanlage oder der Schmiede tätig war.

Der Künstler selbst wohnte in Neunkirchen, wo er aus seinem Atelierfenster auf das Stumm’sche Eisenhüttenwerk blicken und die Arbeiter beobachten konnte. Der Eisenmann steht repräsentativ ruhig da. Seine Züge sind nicht hart, sein Körper ist geschmeidig, er wirkt jung und „sexy“ könnte man spontan sagen. Die zwei Herren aus der Verwaltung, die mir helfen ihn zu vermessen, sind derselben Ansicht, nur einer der beiden würde es „attraktiv“
nennen. Noch ist sein Körper nicht von harter Arbeit gezeichnet oder verschlissen. Die Silhouette der Gestalt fließt in weichen Linien. Die Falten des Hemdes oder der angedeutete Gürtel modifizieren nur den geschmeidigen Fluss der Oberfläche. Der Gürtel sitzt auf den Hüften nicht in der Taille und betont so deren Schwung.

Der eher weich anmutende Mann aus Eisen steht da wie eine antike Statue mit Stand- und Spielbein. Aber beide Fußsohlen stehen auf dem Boden, so dass der Bildhauer eine, in der Natur nicht ganz realisierbare Spannung in den Körper bringt. Stärke und Energie erwachsen aus der Gestaltung, nicht aus der Nachahmung.

Der Eisenmann blickt in eine sich verändernde Welt. Er hat noch die tobenden Maschinen gesehen und gehört und er sieht im Wandel der Zeit das Weltkulturerbe mit seiner Kunst und seinen Besuchern. Er wird einsam bleiben, aber in zehn, zwanzig oder hundert Jahren die Stadt, ihr Leben und ihre Menschen immer noch beobachten. Vielleicht lohnt sich eine Begegnung mit ihm. Doch seien sie vorsichtig, denn hinter ihm sitzt einer, der auf ihn aufpasst und spontan sagt, das ist mein Freund.