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Günter Kerner

//Günter Kerner
Günter Kerner2018-10-14T10:11:35+00:00
Günter Kerner

Günter Kerner

Geboren: 1936 in Völklingen-Lauterbach
Gestorben: 2017

Literatur und Malerei

Lebenslauf

  • 1947 bis 1954 Besuch des Gymnasiums Philippinum in Weilburg/Lahn
  • 1954 bis 1957 Schüler an der Werkkunstschule Saarbrücken
  • 1956 bis 1959 Abitur am Abendgymnasium Saarbrücken
  • 1959 bis 1965 Studium der Kunstgeschichte, Philosophie, Pädagogik, Kunsterziehung in Mainz
  • 1966 bis 1990 Gymnasiallehrer Kunsterziehung/Visuelle Kommunikation und Philosophie am Max-Planck-Gymnasium in Saarlouis

Arbeitsschwerpunkte

  • 1969 Fachdidaktische Ausstellung „bild-Elemente“ in Saarlouis
  • 1969 Mitbegründer der Gruppe Transfer
  • 1971 bis 1981 Mitglied der Fachdidaktischen Kommission im Fach Bildende Kunst/Visuelle Kommunikation für die Orientierungsstufe und die Reformierte Oberstufe
  • 1973 Fachdidaktische Ausstellung „Bild-Sinn, Sinn-Bild“ in der Modernen Galerie Saarbrücken mit der Gruppe Transfer
  • 1974 Lehrfilm „Visuelle Kommunikation“ im Rahmen des Bund-Länder-Projekts „Unterricht mit Dokumenten“, Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht, Grünwald/München, Durchführung zusammen mit Rolf Duroy
  • 1977 Mitglied der Zentralen Arbeitsgruppe Bildende Kunst als Vertreter des Saarlandes, Dreiländerprojekt (Saarland, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz) zur Erstellung von Schulfernsehsendungen

Veröffentliche Bücher

Günther Kerner hat die Kunsterziehung durch seine Bücher wesentlich mit geprägt:

Bildsprache 1, Lehrbuch für den Fachbereich Bildende Kunst: Visuelle Kommunikation in der Sekundarstufe II, 1. Auflage 1977, 10. Auflage 1998, (zusammen mit Rolf Duroy)
Bildsprache 2, Lehrbuch für den Fachbereich Bildende Kunst: Visuelle Kommunikation in der Sekundarstufe II, 1. Auflage 1981, (zusammen mit Rolf Duroy)

Weitere Veröffentlichungen

  • 2000 A. Berthauld (Pseudonym), „Schlagwetter“, Frieling-Verlag, Berlin
  • 2000 Brotlose Kunst oder Der Werdegang eines Idealisten, Frieling & Partner GmbH
  • 2001 Aus heiterem Himmel – Wie im Leben, Die Blaue Eule
  • 2002 Spurensuche mit der Wünschelrute – Geschichten um einen verwunschenen Ort, Frieling & Partner GmbH
  • 2002 Schlüssel für Bilder oder Widerstand gegen Ignorante, Essen, Die Blaue Eule
  • 2002 Spätlese von Schnurren und Raffinessen,  Essen, Die Blaue Eule
  • 2003 Hasenbrot bei Licht, Conte-Verlag
  • 2005 Schattenriss mit Worten, Conte-Verlag

Lesungen aus „Hasenbrot bei Licht“ und „Schattenriss“ mit Worten:

  • Januar 2004 Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken
  • April 2005 Landesvertretung des Saarlandes, Berlin
  • Juni 2005 Kath. Erwachsenenbildung Saarbrücken, Merzig, Neunkirchen
  • Oktober 2005 VHS Völklingen
  • August 2006 Galerie am Festungsgraben, Berlin
  • September 2006 Kath. Erwachsenenbildung Neunkirchen, Merzig

Ausstellungen

  • 1969 Bild-Elemente, Fachdidaktik, Saarlouis
  • 1969 „Bild-Sinn, Sinn-Bild“, Fachdidaktik, Moderne Galerie Saarbrücken
  • 11.04.2003 – 30.06.2003 „Augen Blicke“, Galerie „Die Blaue Eule“, Essen
  • 30.07.2006 – 27.08.2006 „Piktogramm statt Epigramm“ – Bilder meditativ, im Palais Festungsgraben, Berlin-Mitte

Exponate

  • 1989 Mahnmal, Lauterbach, Friedhof
  • 1993 Stahlgewitter, Lauterbach

Von VHS-Direktor Karl-Heinz Schäffner

Günter Kerner ist einer der großen Künstler (Schriftsteller) unserer Stadt, der nie viel Aufhebens über seinen künstlerischen Stellenwert machte, aber dennoch war er in ganz Deutschland bekannt. Grundlage dafür waren seine beiden Bücher „Bildsprache 1“ und „Bildsprache 2“, die  für die Kunsterziehung in der Sekundarstufe über Jahrzehnte wegweisend waren. Er lebte in Lauterbach und dies sehr gerne: Er war mit Leib und Seele Lauterbacher und engagierte sich an vielen Stellen im gesellschaftlichen Dorfleben. Ich lernte ihn und seine Frau bei der Vorbereitung zu einer Lesung im Alten Rathaus kennen und konnte ihn später in seinem Haus und seinem Atelier in Lauterbach besuchen. Der auf den ersten Blick sehr ernste und auch im Gespräch zurückhaltende Maler und Schriftsteller öffnete sich zunehmend und zeigte mir seine aktuellen Werke „Piktogramm statt Epigramm“, Werke, die in Berlin gezeigt wurden. Überall im Haus und im Garten war Kunst vorhanden. Ein Stollen führte am Ende des Gartens in den Sandstein, auch ein Ort der künstlerischen Auseinandersetzung.

Sein künstlerisches Lebenswerk verstaute er im Keller, geordnet und beschriftet. Viele Skizzen und Entwürfe zu unterschiedlichen Projekten zeigten das künstlerische Engagement an vielen Stellen. Schon zu Lebzeiten hat er die Unterlagen zu seinem künstlerischen und schriftstellerischen Lebenswerk dem Stadtarchiv Völklingen übergeben. Dort kann man über das Leben und Wirken von Günter Kerner Nachforschungen betreiben, man sollte sich dabei Zeit nehmen. Seine schriftstellerischen Werke können in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden, diese hat er noch im April 2012 persönlich mit seiner Frau überreicht (siehe Foto in der Galerie).

Quellen Text und Fotos: Stadt Völklingen