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Klaus Bernarding

//Klaus Bernarding
Klaus Bernarding 2016-10-30T08:04:26+00:00
Klaus Bernarding

Klaus Bernarding

Geboren: 1935 in Schmelz

Prosa, Lyrik, literarische Reportagen

Kontakt

Malstatter Markt 7
66115 Saarbrücken

Telefon: 0681 / 46199
E-Mail: autorbernarding@t-online.de
Internet: www.klaus-bernarding-autor.de

Geboren am 8. Mai 1935 in Schmelz (Landkreis Saarlouis). 1955 Wirtschaftsabitur in Saarbrücken, danach Lehre im Eisenhandel mit Abschluss. Studium der Pädagogik (Lehrer, Mit Auszeichnung); Zweitstudium der Philosophie, Soziologie und Kunstgeschichte an der Universität des Saarlandes. Mehrere Jahre als Lehrer an allgemeinbildenden Schulen und als Dozent in der Erwachsenenbildung tätig.

Von 1975 bis 1978 Leiter des Kulturamts der Stadt Sulzbach (Saar).
Langjähriges und aktives Mitglied der SPD-Saar. Sein besonderes Anliegen galt der „Arbeiterbewegung“.
Von 1985 bis 2000 arbeitete er als Referent bzw. Referatsleiter im Kultusministerium des Saarlandes, das er zuletzt als Regierungsschuldirektor in den Ruhestand verließ.
Frühe unkonventionelle Reisen, so 1954 nach Algerien und 1955 nach Kanada, später fortgesetzt durch ganz Europa und den Nahen Orient, waren ihm Wissens- und Erkenntnisquelle.

Klaus Bernarding lebt in Saarbrücken und im Département Meuse (Région Grand Est). Neben Radiobeiträgen, Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln erschienen von ihm eine Reihe von Büchern. Als in den 1970er Jahren Hans Otfried Dittmer in der damaligen Alternativszene prominente Personen zusammenführte und für seine Verlags-Edition Dittmer gewinnen konnte, gehörte auch Klaus Bernarding zur Gruppe seiner Autoren. Sein Buch „Glückauf- und nieder – willkommen in Soultzwiller“ (1978) erlebte mehrere Auflagen. Im weiteren Verlauf seiner Tätigkeiten war er Mitarbeiter/Redakteur an literarischen Zeitschriften („Einzelheiten“, „Malstatter Zeitung“ (SPD-Malstatt), „Kultur-Forum“ der SPD-Saar… und während 30 Jahren im Beirat des Kunstvereins Bosener Mühle tätig. Hier fand  2005 (zum 70. Geburtstag) eine Ausstellung seiner graphischen Werke statt (Monotypien).

Bernarding wurde mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet:

  • 1973 Arbeitsstipendium des Deutschen Schriftsteller-Verbandes (München) für Nevers (Loire)
  • 1981/82 Erster Saarbrücker Stadtteilautor
  • 1987 Autorenpreis der Académie d’Alsace
  • 1993 Stipendium des Institut français der Universität des Saarlandes für Montpellier (Languedoc-Roussillon)

Heute ist er Ehren-Vorstand des Verbandes Deutscher Schriftsteller (VS) in ver.di, Landesverband Saar. Als solcher war er mehrere Jahre lang Mitglied des Landesmedienrats Saar; außerdem ist er Mitglied im Saarländischen Künstlerhaus Saarbrücken e. V.

Werk

  • Härtefälle, Mappe mit Gedichten und Grafiken, Saarbrücken, 1971.
  • Die Regierungs-v-erklärung, Druckerei  Funk, Saarbrücken, 1972.
  • Familientreff. Prosa und Grafik, Reha-Verlag Saarbrücken, 1975.
  • Laut- und Stillstände, Edition Leu (Schweiz). Lyrische Texte, 1977.
  • Glückauf und nieder. Willkommen in Soultzwiller. Verlagsedition Dittmer, 1978.
  • Grenzgänge. Editon Leu (Schweiz). Ein Text in mehreren Ab-Sätzen, 1981.
  • Molschder Momente.  Ein Lesebuch. Buchverlag Saarbrücker Zeitung, 1983.
  • Peniscola.  Prosastücke. Joachim Hempel Verlag. Lebach 1988.
  • Saarbrücken zu Fuß. Rundgang 11 – das Untere Malstatt. VSA Hamburg, 1989.
  • Der Leitz wird’s richten. Berichte aus Wortura. Dipa Verlag Frankfurt a. M., 1991.
  • Der Spazierstock des Herrn Paillet. Dipa Verlag Frankfurt a. M., 1993.
  • Wandkalender für das Jahr 1995. Verlag Helga Kliebenstein-Alkan, Saarbrücken
  • Voltaire in Briefen. Röhrig Verlag St.Ingbert, 1995.
  • Mein achter Mai. Verlag der Handzeichen, 1995.
  • Cura Nostra. Verlag der Handzeichen. 10 Texte und 10 Zeichnungen. 1996.
  • Tage der Mirabelle. Gollenstein Verlag Blieskastel, 1998.
  • Hambacher. Ein Lesebuch zu Saarbrücken-Malstatt. Gollenstein Verlag, 1999.
  • Grenz Schreib Art. Dialog Nr. 7, Stiftung Demokratie Saarland, 2001.
  • Mein Freund Georges,  Begegnungen in Frankreich. Gollenstein Verlag, 2004.
  • Lothringer Passagen 1. Ein Reisebuch. Conte Verlag Saarbrücken, 2007.
  • Lothringer Passagen 2. Einundzwanzig weitere Tagesreisen durch Ostfrankreich. Conte Verlag Saarbrücken, 2009
  • Gezählte Tage. Ein Journal. 100 Grafiken und Texte, DIN-A4, 2002 bis 2009. Sonderdruck, Conte Verlag St. Ingbert, 2010
  • Macadam. Vom kleinen Grenzverkehr. Conte-Verlag, Saarbrücken 2011.
  • Lara kommt. Ein Abschied in 31 Episoden. Edition Saarländisches Künstlerhaus, Topicana Bd. 24, Saarbrücken 2011
  • Lothringer Kostbarkeiten. Conte Verlag, St. Ingbert, 2013

Besondere künstlerische Projekte

  • Hörspiel: „Unser Kandidat“, SR 2, Regie: Stefan Dutt, 1987

Essayistische Hör-Stücke (Beispiele), SR 2 Kulturradio:

  • „Voltaire – Reporter der Vernunft“, 3 Beiträge, 1972
  • „Fleurs de novembre“, Polit-Fabeln aus Algerien (M’ Hamsadji), 2 Beiträge, 1975
  • „Salut, les copains!“ 10 Rundfunkbeiträge, SR2, 1998
  • „Heute mir, morgen dir“, Friedhöfe in Lothringen, 2002
  • „François de Bassompierre“, Vom Schloss Haroué nach Versailles“, 2002
  • „A la claire fontaine“. Brunnen und Waschhäuser an der Maas“, 2004 u.a…

40 Jahre Studienfahrten mit der VHS Völklingen nach Lothringen

Klaus Bernarding führte 40 Jahre lang Studienfahrten nach Lothringen, ins Elsass und nach Burgund durch. Vier bis fünf Studienfahrten wurden pro Jahr absolviert. Schnell scharte der Autor und Lothringen-Kenner Klaus Bernarding eine Reihe von Interessierten um sich. Die Reisen waren sehr gut vorbereitet und wurden präzise durchgeführt. Neben den kulturellen und kulturhistorischen Leckerbissen gab es bei jeder Fahrt auch die Möglichkeit, die regionale Küche in Form eines mehrgängigen Menüs kennen zu lernen.

Nicht zuletzt auf Drängen von VHS-Direktor Karl-Heinz Schäffner veröffentlichte Klaus Bernarding zweiundvierzig Studienfahrten in den Bänden Lothringer Passagen 1 und 2, erschienen im Conte-Verlag. Das Buch „Lothringer Kostbarkeiten“ folgte als dritter Band und bildete die kultur-historische Klammer nach Personen und Themengebieten der vielseitigen Lothringer Geschichte.

Jury-Mitglied im Rahmen des Senioren-Literaturpreises Völklingen

Die VHS Völklingen hat von 1995 bis 2010 den Völklinger Senioren-Literaturpreis bundesweit ausgeschrieben. Etwa 200 Beiträge gingen bei jedem Durchgang ein. Klaus Bernarding war mit dem Schriftsteller und Mundartautor Georg Fox und SZ-Redakteurin Helena Jungfleisch-Ehlert in der Jury. Die Preisübergabe fand im Festsaal des Alten Rathauses im Rahmen einer Feierstunde statt.

Grenzschreiber der Städte Völklingen und Forbach

Um das Jahr 2000 gestaltete sich eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Städten Völklingen (Saar) und Forbach (Moselle). In dieser Zeit wurde Klaus Bernarding das dreimonatige Projekt eines Grenzschreibers übertragen. Die Ergebnisse seiner Beobachtungen wurden regelmäßig in der Saarbrücker Zeitung (Ausgabe Völklingen) veröffentlicht. Eine Gesamtdarstellung erfolgte in der von der Stiftung Demokratie Saarland (Saarbrücken) herausgegebenen Reihe „Dialog“ als Nummer 7.

Das Vermächtnis „Lothringen“ von Klaus Bernarding wandert ins Völklinger Stadtarchiv

Klaus Bernarding übergibt sein gesammeltes und ausgearbeitetes Datenmaterial dem Völklinger Stadtarchiv. Bernarding: „Völklingen ist der beste Ort, um diese Dokumente aufzubewahren. Vieles ist hier entstanden. Völklingen ist nach Malstatt und Billy zu meiner dritten Heimat geworden“.

Der bekannte saarländische Schriftsteller und Lothringen-Experte hat einen Großteil seiner literarischen Heimat in Völklingen gefunden. Er hat schon sehr früh den Kontakt zu der Stadt Völklingen gesucht. So arbeitet Klaus Bernarding seit 1973 mit der VHS Völklingen zusammen. Als gerade neu ernannter VHS-Leiter der Stadt Sulzbach begann er die Zusammenarbeit mit dem damaligen Direktor der VHS Völklingen, Peter Hötger. So wurden ab 1975 bis ins Jahr 2015 Gruppenfahrten nach Lothringen, Elsass, Champagne, Burgund durchgeführt. Unter VHS-Direktor Karl-Heinz Schäffner, der die VHS Völklingen seit 1990 bis heute leitet, wurde die Zusammenarbeit noch intensiviert.

Klaus Bernarding hatte schon immer einen innigen Bezug zu den saarländischen Städten der Eisen- und Stahlerzeugung. Als Lehrling im Eisenhandel war ihm dieses Material vertraut. Sein Leitspruch lautet: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt; es ist nicht alles Blech, was rostet.“ Seine Literatur beschäftigt sich neben den literarisch-historischen Themen auch sehr mit dem Alltag einfacher Leute. So schildert das Buch „Tage der Mirabelle“ Alltagssituationen in Lothringen.

Eine Reihe von Buchvorstellungen fanden im Festsaal des Alten Rathauses statt. Hier ehrten ihn seine Anhänger 2015 zum 80. Geburtstag.

Mehrere Ausstellungen zu den Lothringen-Fahrten wurden im Galerieraum des Alten Rathauses durchgeführt. Ein weiterer Berührungspunkt zur VHS Völklingen war seine Funktion als Referent bzw. Referatsleiter im Kultusministerium des Saarlandes, die er von 1985 bis 2000 ausführte. Damit war er für die Weiterbildung im Saarland verantwortlich und erster Ansprechpartner des Ministeriums für die Volkshochschulen. Die gute Entwicklung der VHS Völklingen zur zweitgrößten Volkshochschule des Saarlandes ist auch ein gutes Stück der Unterstützung durch Klaus Bernarding zu verdanken.

Ein paar persönliche Worte von seinem Freund Karl-Heinz Schäffner anlässlich des Jubiläums „40 Jahre Studienfahrten nach Lothringen“:

„Klaus Bernarding ist ein Intellektueller, der seine Wurzeln nie verloren hat. Er mag die einfachen Menschen. Er ist ein guter Beobachter, der die Menschen fein skizzieren kann. Und er ist mutig: Sein Werk „Der Leitz wird’s richten“ ist ein Beispiel dafür. Klaus Bernarding waren seine Themen wichtig; möglichst viel Geld mit seiner Literatur zu verdienen, war nie seine Absicht. Er hat sich nie verbogen und kann stolz auf sein menschliches und literarisches Werk zurück blicken. Seine exzellenten Kenntnisse der französischen Sprache waren und sind die Grundlage für seine Forschungen im Grenzraum. Übrigens: Wer wagt sich schon an die Übersetzung der Briefe Voltaires?

Meiner Meinung nach hat das literarische Schaffen von Klaus Bernarding leider nicht die Beachtung im Saarland gefunden, die es verdient hätte. Mit Völklingen bleibt er für immer verbunden. Seine Forschungsergebnisse werden im Völklinger Stadtarchiv auf Dauer gesichert.

Was mir am Wichtigsten bleibt: Tausende Menschen haben seinen Vorträgen bei den Studienfahrten gelauscht. Ihm ist es mit den Studienfahrten und den Lothringer Passagen und weiteren Werken gelungen, Interesse für unser Nachbarland zu wecken. Damit hat er einen realen Beitrag zu einem lebendigen Europa geleistet. Danke, lieber Klaus.“

Quellen Text und Fotos:

Stadt Völklingen, Klaus Bernarding